Artmann&Duvoisin - "Umzug in eine vergleichbare Lage"

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tanzhaus nrw

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Event organiser: tanzhaus nrw e.V., Erkrather Strasse 30, 40233 Düsseldorf, Deutschland

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+++English down below+++

Was bedeutet es, Zeitzeug*in zu sein? Welche besonderen Mittel haben Tänzer*innen, Zeitgeschehen zu bezeugen und zu dokumentieren? Und wie wird dieses Dokumentieren zu einer politischen Handlung? In Anlehnung an „News Animations“ der US-amerikanischen Tänzerin und Choreografin Simone Forti hören und verarbeiten Artmann&Duvoisin die Körperlichkeit von Radionachrichten. Sie erforschen den Weg vom Wort über die Sprache zur Geste, die den Körper einnimmt und damit den Worten eine physische Realität verleiht. Während sich im Frühjahr 2020 das Coronavirus in den EU-Ländern verbreitet, befinden sich an den europäischen Grenzen tausende geflüchtete Menschen unter katastrophalen Bedingungen, über deren Situation nur unzureichend berichtet wird. Artmann&Duvoisin suchen nach dem Potenzial eines Tanzens über die Nachrichten, um Formen von Entmenschlichung einerseits spürbar zu machen und diese zugleich durch tänzerische Handlung und die Präsenz der Performer*innen auf der Bühne herauszufordern. Die Performer*innen agieren dabei sowohl als Archiv der Geschehnisse als auch der spezifischen Lage, aus der heraus die Geschehnisse erlebt oder aus der Ferne bezeugt werden. Kann ein körperlicher Zugang zu medial bezeugtem Zeitgeschehen jenseits von vergeblichen Versuchen der Einfühlung oder immersivem Voyeurismus aktivierend wirken?

„Umzug in eine vergleichbare Lage“ überlagert tänzerische Handlungen mit einer live gesprochenen, akustisch verstärkten und verfremdeten Textmontage. Fast unmerklich entsteht dadurch eine Verschiebung zwischen Fürsorglichkeit und Grausamkeit, zwischen Solidarisierung und Ausgrenzung, die das Publikum mit den Atmosphären und Brüchen des vergangenen Frühjahrs konfrontiert.

Artmann&Duvoisin, das sind Elsa Artmann und Samuel Duvoisin, waren zuletzt 2018 mit „Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden“ zu Gast am tanzhaus nrw. In ihren Arbeiten erforschen sie Formen kollektiver Komposition. Mit ihrem Herangehen, das den Umgang miteinander als zentralen kompositorischen Antrieb nutzt, blicken sie auf Konzepte von Gemeinschaft, die unser politisches Klima prägen. Ihre Ausbildung erhielten sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz Köln.

Dauer: 70 Min.

What does it mean to be a contemporary*? What are the specific means that dancers* can employ to witness and document contemporary events? And how does this documentation turn into political action? Following “New Animations” by US-American dancer and choreographer Simone Forti, Artmann&Duvoisin listen to and process radio news. They explore the route from the word, passing language, to the gesture that takes over the body, imparting physical reality to the words.

While coronavirus spread throughout the EU countries in the spring of 2020, thousands of people seeking refuge sat at the European borders, enduring catastrophic conditions, and their situation remains as yet insufficiently covered. Artmann&Duvoisin seek out the potential of a dance about the news, to make forms of dehumanisation palpable on the one hand, while at the same time challenging them through danced actions and the performers’* presence on stage. The performers act as both the archive of events as well as of the specific situation from which one experiences the events, or from which one can attest to these events from afar. Can a physical approach to media-related contemporary events yield action beyond futile attempts of empathy or immersive voyeurism?

“Umzug in eine vergleichbare Lage” superimposes a live spoken-word text montage, acoustically amplified and distorted, onto dance actions. From this, a shift, almost imperceptibly, between solicitousness and cruelty, between solidarity and ostracism, emerges, confronting the audience with the atmospheres and cracks of the past spring.
Elsa Artmann and Samuel are Artmann&Duvoisin have most recently guested at tanzhaus nrw with “Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden” (“Would you have invented family by you own free will?”) in 2018. They explore forms of collective composition in their works. With their approach, utilising our contact with each other as a central compositional impulse, they gaze at concepts of community that influence our political climate. They were educated at the Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig/ Academy of Fine Arts Leipzig and at the Centre for Contemporary Dance Cologne.

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